Seit Jahren war sie ein beliebter Bestandteil des 1.-August-Umzugs in Interlaken: Die Gulaschkanone. Seit 1997 ist die fahrende Küche dabei, wird von aktiven und ehemaligen Feuerwehrleuten bedient und versorgt die Zuschauer mit Bouillon. Von Beginn weg dabei sind Daniel Biedermann, Ralf Graber, Niklaus Stäger, Peter Hänni, Thomas Feuz und Thomas Gobeli, später kam noch der Fahrer Andreas Blättler dazu und anstelle eines Bundesrates entstand der Gulaschrat. Als sich der Zustand der Gulaschkanone - Erstinstandsetzung 1911 - zusehends verschlechterte, entschieden wir uns etwas zu unternehmen und gründeten 2007 die IG Gulaschkanone. Wir wurden bei der Gemeinde, der Besitzerin der Feldküche vorstellig, und boten an, die «Kanone» für den symbolischen Betrag von einem Franken zu übernehmen. Der Gemeinderat stimmte dem Verkauf zu und beschloss gleichzeitig, die IG mit einem Beitrag von 300 Franken zu unterstützen. Allerdings mit der Bedingung, dass die Gulaschkanone weiter beim Umzug dabei ist, und dass im Fall eines Verkaufs die Gemeinde ein Vorkaufsrecht hat.
Die IG begann mit der Restauration am 30. August 2007. Gut ein Jahr später, am 15. Juli 2008, war das Projekt abgeschlossen. In der «neuen» Gulaschkanone stecken rund 200 Stunden Arbeit. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf etwa 1000 Franken.
In der Zwischenzeit ist zum 1- August-Umzug auch noch der 2. Jänner-Umzug in Interlaken als Traditionsanlass dazugekommen sowie drei bis fünf zusätzliche Anlässe pro Jahr wo wir auf Anfrage unser Gefährt bedient zur Verfügung stellen oder auch für den Auftraggeber direkt aus der Gulaschkanone - meistens Spatz - kochen.